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CASE 03 · KLASSISCHES MANDAT · HÖHENZUGANG

PHabseiling GmbH

Schulungen und Zertifizierungen für seilunterstützten Höhenzugang. Ein erklärungsbedürftiges B2B-Angebot, das vorher fast ausschliesslich über persönliche Kontakte lief.

  • Anmeldung onlineStatt Telefonliste
  • Verdreifachter AnteilDirektanmeldungen in 12 Monaten
  • Planbare AuslastungKurse früher gefüllt
  • B2BErklärungsbedürftiges Angebot

AUSGANGSLAGE

Wo es angefangen hat.

PHabseiling schult Menschen, die an Seilen arbeiten: Industriekletterer, Fassadenreiniger, Werkhof-Teams, Betriebe mit Arbeiten in der Höhe. Ein Markt mit klaren Normen, echtem Bedarf und wenig Wettbewerb, aber auch mit wenig Sichtbarkeit.

Die Anmeldungen liefen über Telefon und über Kontakte in der Branche. Wer den Namen kannte, rief an und wurde auf eine Liste gesetzt. Wer den Namen nicht kannte, fand ihn schwer. Bei einer Suche nach Höhenzugangs-Schulung tauchte der Betrieb kaum auf.

Für die Planung war das schwierig. Kursplätze wurden mündlich vergeben, Absagen kamen spät, und ob ein Kurs zustande kommt, wusste man manchmal erst zehn Tage vorher. Bei Schulungen mit fixen Instruktorenkosten ist das ein direktes Ergebnisproblem.

Dazu die Erklärungslast. Interessenten wissen oft nicht, welches Kursniveau sie brauchen, welche Norm gefordert ist und welche Voraussetzungen gelten. Diese Fragen wurden alle am Telefon beantwortet, in mehreren Anrufen pro Anmeldung.

UMSETZUNG

Was gebaut wurde.

Schritt 1

  • Kurs-Seiten pro Niveau
    Eine eigene Seite pro Kurs mit Zielgruppe, Voraussetzungen, Norm-Bezug, Ablauf, Dauer und Preis. Die Telefonfragen vorweggenommen.
  • Online-Anmeldung
    Kurstermine mit freien Plätzen sichtbar, Anmeldung inklusive Teilnehmerdaten und Rechnungsadresse. Bestätigung automatisch.
  • Regionale Sichtbarkeit
    Auffindbarkeit für Suchbegriffe, die Betriebe tatsächlich verwenden, plus bezahlte Reichweite in den relevanten Branchen.

Schritt 2

  • Trust-Belege
    Zertifizierungen, Instruktorenqualifikationen, Referenzbetriebe und Fotos aus echten Kursen statt Symbolbilder.
  • Google Business Profile
    Vollständiges Profil mit Kursstandort, Fotos und aktiv eingeholten Bewertungen.
  • Attribution
    Zuordnung der Anmeldungen zu Kanal und Kampagne, mit Kursumsatz als Zielwert.

VERLAUF

Was passiert ist

Die erste Fassung der Kurs-Seiten war zu technisch. Wir hatten die Normbezüge vollständig ausgeschrieben, weil das fachlich korrekt ist. Für einen Betriebsleiter, der wissen will, welchen Kurs sein Mitarbeiter braucht, war es unbrauchbar.

Die Überarbeitung hat die Reihenfolge umgedreht: zuerst die Frage, wer diesen Kurs braucht und was er danach darf, dann die Norm im Detail weiter unten. Damit stieg die Verweildauer, und die Anmeldungen kamen mit weniger Rückfragen.

Nicht funktioniert hat der erste Versuch, breit in der Baubranche zu werben. Zu viele Klicks von Betrieben, für die Höhenzugang kein Thema ist. Wirksam war die Eingrenzung auf spezifische Tätigkeitsfelder, auch wenn die Reichweite dadurch deutlich kleiner wurde.

Ein weiteres Thema war die Zahlungsart. B2B-Kunden wollen auf Rechnung anmelden, nicht per Karte vorauszahlen. Das mussten wir nachbauen, nachdem die ersten Anmeldungen an dieser Stelle abgebrochen waren.

"Die Leute kommen heute vorbereitet ins Gespräch. Sie wissen, welchen Kurs sie brauchen, bevor sie anrufen, und meistens rufen sie gar nicht mehr an, sondern melden sich an."

Aus dem Mandat, PHabseiling GmbH

Was daraus wurde

Innerhalb von zwölf Monaten hat sich der Anteil der Kursanmeldungen, die direkt online abgeschlossen werden, verdreifacht. Das Telefon ist nicht verschwunden, aber es ist nicht mehr der einzige Weg.

Wichtiger für den Betrieb ist die Planbarkeit. Kurse füllen sich früher, weil Plätze sichtbar sind und Anmeldungen verbindlich erfasst werden. Damit lassen sich Instruktoren und Material zuverlässiger einteilen.

PHabseiling ist ein klassisches Mandat in einem Bereich, in dem wir nicht selbst zu Hause sind. Genau deshalb steht es hier: Es zeigt, dass unser Modell auch dort funktioniert, wo wir keine Insider sind und uns auf Zahlen, Fachgespräche und Handwerk verlassen müssen.

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