Das Modell
Fixum plus Erfolgsprovision.
Ein fixer Betrag für die Arbeit, die ohnehin anfällt. Eine Provision für das, was dabei herauskommt.
Ab dem zweiten Jahr nur noch die Provision.
BEGRÜNDUNG
Warum dieses Modell
1. Umsatzrelevant
Die meisten Marketing-Mandate im KMU-Bereich scheitern nicht an der Umsetzung. Sie scheitern daran, dass niemand mehr fragt, ob sich etwas verkauft hat. Ein Retainer läuft, Reports kommen, Reichweite steigt. Nach einem Jahr steht die Frage im Raum, ob der Umsatz mitgewachsen ist, und keiner kann sie beantworten.
2. Erfolgsorientiert
Uns interessiert diese Frage, weil unser Honorar daran hängt. Das Fixum deckt die Kosten der Arbeit. Verdienen tun wir am Mehrumsatz. Das verschiebt jede Entscheidung im Mandat: Wir bauen nicht das, was gut aussieht, sondern das, was verkauft.
3. Konsequent
Das hat Konsequenzen, auch unangenehme. Wir sagen Nein zu Projekten, bei denen wir das Ergebnis nicht beeinflussen kann. Wir fragen nach Margen, bevor wir einen Provisionssatz nenne. Und wir brauchen Zugriff auf Zahlen, die viele KMU nicht gerne teilen. Wer das nicht will, ist bei einer klassischen Agentur besser bedient.
4. Effektiv
Ab dem zweiten Jahr fällt das Fixum weg. Was bleibt, sind die Systeme, die aufgebaut wurden, und eine halbierte Provision, solange sie Umsatz bringen. Wenn sie das nicht mehr tun, verdienen wir nichts mehr. Das ist der Punkt.
STRUKTUR
Die drei Bausteine
Fixum: CHF 24'000 pro Jahr
Vier Quartalsraten à CHF 6'000, jeweils im Voraus fällig. Die erste Rate bei Vertragsunterzeichnung. Das Fixum ist unabhängig vom Ergebnis und deckt Aufbau, Content, Kampagnenbetrieb, Attribution und Reporting.
Erfolgsprovision im Jahr 1
Ein Prozentsatz auf dem Mehrumsatz gegenüber der Vorjahresbasis, gerechnet auf den Kanälen, die wir gemeinsam aufbauen. Der Satz wird individuell auf deine Marge und deinen durchschnittlichen Auftragswert festgelegt. Abrechnung quartalsweise nachgelagert, auf Basis der Attribution.
Asset-Provision ab Jahr 2
50 Prozent des Provisionssatzes aus Jahr 1, solange die aufgebauten Systeme aktiv sind und messbar Umsatz bringen. Kein neues Fixum, keine Mindestlaufzeit. Wenn du die Systeme abschaltest oder sie nicht mehr liefern, endet die Provision.
UMFANG
Was drin ist. Und was nicht.
Enthalten
- Website-Umsetzung
Landing-Pages, Angebotsseiten, Kauf- oder Buchungsstrecke. Umsetzung, nicht nur Konzept. - Content
Texte, Struktur, redaktioneller Plan. Regelmässige Beiträge über das Jahr. - Ads
Kampagnen-Setup und laufender Betrieb auf Meta und Google. Budget läuft über dein Konto. - Attribution
GA4, Meta Pixel, UTM-Struktur, saubere Zuordnung von Umsatz zu Kanal. - Monatlicher Statusbericht
Zwei Seiten: was gemacht wurde, was gemessen wurde, was als nächstes kommt. - Quartals-Review
Ein Termin pro Quartal, in dem Zahlen und Prioritäten besprochen werden.
Nicht enthalten
- Ad-Spend
Das Mediabudget läuft direkt über dein Konto. Wir haben keinen Aufschlag darauf. - Rechts- und Steuerberatung
AGB, Datenschutz, Vertragsrecht, Mehrwertsteuer. Dafür braucht es Fachleute. - Komplette Foto- und Videoproduktion
Wenn kein brauchbares Material vorhanden ist, wird eine Produktion separat kalkuliert. - Software-Lizenzen
Shop-System, Buchungstool, Mailversand. Laufen auf deinen Konten und Rechnungen.
ABLAUF
Wie es abläuft.
Was messbar ist – und was nicht.
Provision setzt voraus, dass klar ist, welcher Umsatz woher kommt. Das ist im KMU-Alltag nie perfekt lösbar, aber es ist deutlich besser lösbar, als die meisten annehmen. Wir arbeiten mit vier Bausteinen.
- First-Click, 30 Tage
Zugeordnet wird der erste Kontaktpunkt innerhalb von 30 Tagen vor dem Kauf. Wer über eine Kampagne kommt und drei Wochen später direkt bucht, zählt zur Kampagne. - Meta Pixel
Erfassung von Käufen und Buchungen aus Meta-Kampagnen, mit serverseitiger Ergänzung wo möglich. - GA4
Kanal-Zuordnung, Conversion-Tracking, Umsatzwerte. Als Referenzsystem für die Quartalsabrechnung. - UTM-Struktur
Eine feste Namenskonvention für alle Links. Ohne saubere UTMs ist jede Attribution Raten.
Attribution im KMU-Umfeld ist nie exakt. Telefonanrufe nach einem Instagram-Beitrag lassen sich nicht vollständig zuordnen. Cookie-Ablehnung reduziert die Datenbasis. Laufkundschaft im Betrieb fällt komplett heraus.
Deshalb gilt: Im Zweifel wird konservativ zugeordnet, also gegen uns. Wenn ein Umsatz nicht klar einem gemeinsamen Kanal zuzuordnen ist, ist er nicht provisionspflichtig. Das kostet uns gelegentlich Geld aber erspart uns beiden jede Diskussion am Jahresende.
FAQ
Fragen zum Modell.
Warum ausgerechnet CHF 24'000?
Das Fixum deckt die Arbeit, die unabhängig vom Ergebnis anfällt: Website-Umsetzung, Content-Produktion, Kampagnen-Setup, Attribution, Reporting. Auf zwölf Monate gerechnet sind das CHF 2'000 pro Monat — weniger als eine Teilzeitstelle im Marketing und deutlich weniger als ein Agentur-Retainer in vergleichbarem Umfang.
Der Betrag ist bewusst fix und nicht verhandelbar nach unten. Wer weniger zahlt, bekommt weniger Aufmerksamkeit, und dann funktioniert das Modell nicht.
Was passiert, wenn wir nicht liefern?
Dann verdienen wir nur das bis dahin bezahlte Fixum und keine Provision. Das ist der eingebaute Selbstschutz für dich. Zusätzlich gibt es das Prüfquartal: Ende Monat 3 sitzen wir zusammen und schauen an, was gebaut wurde und was messbar passiert ist. Wenn du dort aussteigen willst, endet die Zusammenarbeit ohne weitere Raten.
Wie lange läuft der Vertrag?
Ein Jahr, in Quartalsraten. Nach dem Prüfquartal ist eine Kündigung auf Ende des laufenden Quartals möglich. Ab Jahr 2 gibt es kein neues Fixum, sondern nur noch die Asset-Provision, solange die Systeme laufen.
Wie wird der Mehrumsatz berechnet?
Basis ist der Umsatz der zwölf Monate vor Start, aufgeteilt nach Kanal. Provisionspflichtig ist die Differenz auf den Kanälen, die wir gemeinsam aufbauen: Online-Direktverkauf, Direktbuchungen, Anfragen aus bezahlten Kampagnen. Umsatz aus bestehenden Verträgen, Stammkundschaft oder Plattformen, die vorher schon liefen, zählt nicht.
Die Abgrenzung wird vor Start schriftlich festgehalten, damit am Jahresende nicht diskutiert werden muss.
Warum kein normaler Retainer?
Weil ein Retainer belohnt, dass man da ist. Nach drei Monaten sieht man Reports über Reichweite und Impressionen, aber niemand fragt mehr, ob mehr verkauft wurde. Wir wollen die Frage stellen müssen, weil mein Honorar daran hängt.
Warum nur sechs Mandate?
Weil wir die Arbeit selber machen und nicht weiterdelegiere. Sechs Mandate mit Umsatzverantwortung sind das Maximum, bei dem wir jedes Quartal wirklich in die Zahlen schauen können. Bei zwölf würden wir verwalten statt verkaufen.
Was, wenn ich schon eine Agentur habe?
Kein Problem, solange die Zuständigkeiten sauber getrennt sind. Wenn die Agentur die Marke macht und wir den Verkauf, funktioniert das. Wenn beide dieselben Kanäle bespielen, wird die Attribution unbrauchbar — dann müssen wir vorher klären, wer was macht.
Brauche ich ein Ad-Budget?
Ja. Bezahlte Reichweite läuft über dein Konto, nicht über meins. Realistisch sind CHF 800 bis 2'500 pro Monat, abhängig von Segment und Einzugsgebiet. Wir sagen vor dem Start, was für dein Ziel nötig ist, und wenn das Budget nicht reicht, sagen wir das auch.